U16-Ländervergleichskampf in Essingen: Bühne für Stars von morgen
Für die jungen Athletinnen und Athleten bietet der traditionsreiche Vergleichskampf zwischen Bayern, Hessen und Württemberg die Gelegenheit, sich nicht nur in ihren jeweiligen Disziplinen zu messen, sondern gemeinsam für ihr Landesteam Punkte zu sammeln. Seit Corona stand das Team aus Bayern fünf Mal in Serie auf dem obersten Podest. So auch bei der vergangenen Auflage in Essingen 2023, als für das württembergische Team unter anderem Antonia Heberle, Leni Hirt und Teresie Hess antraten, die in diesem Jahr im DLV-Trikot bei den internationalen Jugendmeisterschaften zu sehen waren. Insofern ist der Vergleichskampf immer auch ein Schaulaufen der Besten für höhere Aufgaben später. Die diesjährigen U18-Europameister Clesio de Carvalho und Jonathan Hummel standen sogar gleich zwei Mal im WLV-Aufgebot.
Breites Disziplinprogramm im Schönbrunnenstadion
Das Wettkampfprogramm bildet nahezu die gesamte Bandbreite der Leichtathletik ab. In der männlichen und weiblichen Jugend U16 stehen Wettbewerbe im Sprint und über die Mittelstrecke ebenso auf dem Programm wie Hürdenläufe, Sprung- und Wurfdisziplinen. Hinzu kommen die 4x100-Meter-Staffeln sowie eine 4x800-Meter-Staffel.
Von 100 und 300 Metern über Hoch-, Weit-, Drei- und Stabhochsprung bis hin zu Kugelstoß, Diskus-, Hammer- und Speerwurf haben die drei Landesverbände zahlreiche Möglichkeiten, Punkte für die Mannschaftswertung zu sammeln. Nachdem es im vergangenen Jahr in Frankfurt endlich mal wieder eng herging um den Sieg, dürfte es auch dieses Jahr spannend werden, ob es einem der kleineren Verbände gelingt, die zuletzt fast übermächtigen Bayern zu ärgern.
Württembergische Auswahl vor heimischer Kulisse
Aus württembergischer Sicht könnten dazu vor allem die vier deutschen Meisterinnen und Meister beitragen. Die Siebenkampfmeisterin der AK14, Anni Marcard (VfL Sindelfingen), führt im Hürdensprint und im Weitsprung die Meldeliste gegenüber den ein Jahr älteren Konkurrentinnen an. Im Stabhochsprung geht Samuel Weber (KSG Gerlingen) mit starken 4,50 Metern und damit der mit Abstand besten Meldeleistung in den Wettkampf. Auch Lisa Bender (TSV Baltmannsweiler) führt die Meldeliste für im Hochsprung an. Mehrkampfmeister Lukas Gallmeier (SSV Ulm 1846) hat es dagegen mit sehr starken Spezialisten in seinen Disziplinen zu tun. Spannend wird es sicher auch über 800 m, ob die erst 14-jährige Emma Gomringer aus Nufringen ihre Topleistung von den WLV-Meisterschaften wiederholen kann, die sie sogar bei der W15 auf Rang zwei der deutschen Bestenliste geführt hat.
Ein besonderes Augenmerk dürfte das heimische Publikum zudem auf Liv Kohler richten. Die Essingerin startet im Dreisprung und kann damit im eigenen Stadion wichtige Punkte für die württembergische Mannschaft sammeln. Der Heimvorteil soll dabei möglichst zusätzlichen Rückenwind geben. Für viele der nominierten Nachwuchsathletinnen und -athleten ist der Ländervergleichskampf ein besonderer Abschluss der Freiluftsaison und zugleich die Gelegenheit, sich im Trikot des Landesverbandes mit starker Konkurrenz aus Bayern und Hessen zu messen.